DIE TAGESSTÄTTE

Die Tagesstätte mit künstlerisch-musischem Schwerpunkt bietet maximal 15 Menschen ein ganzheitliches, körperorientiertes  Angebot zur psychischen Rehabilitation. Der Wochenplan der Tagesstätte umfasst 30 Stunden an fünf Werktagen von Montag bis Freitag. Neben künstlerisch-kreativen Angeboten wie Malen, Musik, Schreiben und Arbeiten mit Ton stehen das gemeinsame Ankommen, Alltagspraxis, u. a.  Hauswirtschaft mit der Zubereitung von gemeinsamen Mahlzeiten und auch körperliche Aktivitäten wie Yoga auf dem Programm. Einige Angebote finden gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kunst-Kontaktstelle statt. Der Wochenplan ist verbindlich. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Voraussetzung für die Teilnahme:
  • Fachärztliche Stellungnahme
  • Antrag beim zuständigen Sozialamt
  • Hilfekonferenz
Anmeldung in drei Schritten
  1. persönliches Gespräch nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung, Tel.: 0511-2881827 (Sprechzeiten: Montag – Freitag von 12 bis 15 Uhr) oder auf Anfrage über unser Kontaktformular
  2. Bei Interesse Vereinbarung einer kostenfreien und unverbindlichen Probewoche
  3. Wenn Sie sich entschieden haben, stellen Sie einen Antrag beim zuständigen Sozialhilfeträger
Wir beraten Sie gern und unterstützen Sie bei der Antragstellung!

WIE WIR ARBEITEN

Wir starten in der zweiten Hälfte des Tages. Damit möchten wir Menschen mit Morgentief und/oder besonderen Biorhythmen entgegenkommen und ihnen so die Möglichkeit geben, sich leistungsfähig, belastbar und kreativ zu erleben.
Durch einen klar strukturierten Tagesablauf in der Tagesstätte, in dem alle Angebote engmaschig vom Team begleitet werden, finden die Teilnehmenden wieder Zugang zu ihren eigenen Ressourcen. Dabei bieten wir einen Schutzraum, in dem soziale und emotionale Kompetenzen im Kontakt mit anderen Menschen neu oder auch weiter entwickelt werden können. Dazu gehören auch alltagspraktische Dinge wie das Zubereiten und gemeinsame Einnehmen gesunder Mahlzeiten sowie Außenaktivitäten, der Besuch von Museen und anderes mehr.
Ein ganzheitliches Menschenbild steht im Focus unserer Arbeit und die Annahme der ständigen Entwicklung, denn Entwicklung ist auch immer ein kreativer Prozess auf vielen Ebenen. Die Körperwahrnehmung ist die Basis für das kreative Handeln. Mit leiblichen Übungen aus Yoga, Achtsamkeit und Meditation beginnt die Woche als „Türöffner“ für den kreativen Prozess. Bewegung liegt auch im Ortswechsel von den Räumen der Kunst-Werkstatt ins Sprengel Museum, wo jeden Mittwoch gemalt wird.

Das Malen auf Leinwänden im Stehen an Staffeleien setzt die Körpererfahrung in den Mittelpunkt. Weitere Angebote sind Gestalten, kreatives Schreiben, Alltagspraxis, Kunsttherapie, Außenaktivitäten wie Museumsbesuche und Musik. Musik kann Schmerzen lindern, Erinnerungen wach rufen, psychische Barrieren überwinden und Kommunikation ermöglichen. Deshalb bieten wir zweimal in der Woche Musik an: einmal Singen und einmal Musizieren mit verschiedenen Instrumenten.
Das künstlerische Arbeiten stärkt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrer Konzentration, Ausdauer und Belastbarkeit und fördert den Selbstwert und das Selbstvertrauen. Dabei können sie spielerisch sich selbst vergewissern und neue Wege der Auseinandersetzung mit der Realität erfahren und gehen.
Über Ausstellungen, Lesungen und Musikauftritte können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Werke und ihr wiedergewonnenes Vertrauen in ihre Fähigkeiten präsentieren und so behutsam Schritt für Schritt in die Öffentlichkeit gehen. Die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen ist freiwillig.