DIE KUNST-KONTAKTSTELLE

Mit der Kunst-Kontaktstelle bieten wir Menschen mit psychischer Beeinträchtigung ein Angebot, sich an fünf Tagen in der Woche ganzheitlich, musisch-künstlerisch zu betätigen. Die einzelnen Bausteine des Wochenplans sind frei wählbar. Sie können einzeln belegt und individuell kombiniert werden. Sie richten sich an Menschen mit psychischen Problemen, die nur die für die Kunst-Kontaktstelle ausgewiesenen Angebote für sich nutzen möchten. Das kann einmal in der Woche sein, zweimal oder täglich. Alle Angebote finden nachmittags und gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagesstätte statt.

Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Voraussetzung für die Teilnahme:
  • Fachärztliche Stellungnahme
  • Antrag aufs Persönliche Budget
  • Hilfekonferenz
Anmeldung in drei Schritten
  1. persönliches Gespräch nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung, Tel.: 0511-2881827 (Sprechzeiten: Montag – Freitag von 12 bis 15 Uhr) oder auf Anfrage über unser Kontaktformular
  2. Bei Interesse Vereinbarung von kostenfreien und unverbindlichen Probetagen
  3. Wenn Sie sich entschieden haben, stellen Sie einen Antrag beim zuständigen Sozialhilfeträger auf das Persönliche Budget
Wir beraten Sie gern und unterstützen Sie bei der Antragstellung!

WIE WIR ARBEITEN

Ein ganzheitliches Menschenbild steht im Focus unserer Arbeit und die Annahme der ständigen Entwicklung, denn Entwicklung ist auch immer ein kreativer Prozess auf vielen Ebenen. Die Körperwahrnehmung ist die Basis für das kreative Handeln. Mit leiblichen Übungen aus Yoga, Achtsamkeit und Meditation beginnt die Woche in der Kunst-Kontaktstelle als „Türöffner“ für den kreativen Prozess.
Jeden Mittwoch findet im Sprengel  Museum Malen unter künstlerischer Anleitung statt. Das Malen im Stehen auf Leinwänden an Staffeleien setzt die Körpererfahrung in den Mittelpunkt. Weitere Angebote sind Kreatives Schreiben, Plastisches Gestalten mit Ton und Musik. Musik kann Schmerzen lindern, Erinnerungen wach rufen, psychische Barrieren überwinden und Kommunikation ermöglichen. Deshalb steht Musik gleich zweimal auf dem Wochenplan der Kunst-Kontaktstelle: einmal als Singen und einmal als Musizieren auf Instrumenten.

Das künstlerische Arbeiten stärkt die Konzentration, Ausdauer und Belastbarkeit und fördert den Selbstwert und das Selbstvertrauen, dabei kann spielerisch die Auseinandersetzung mit der Realität erfahren werden. Über Ausstellungen, Lesungen und Musikauftritte können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Werke und ihr wiedergewonnenes Vertrauen in ihre Fähigkeiten präsentieren und so behutsam Schritt für Schritt in die Öffentlichkeit damit gehen. Die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen ist freiwillig.